Aluminum Alloy Engine Bedplate Side Wall Robotic Deburring Solution

Roboterbasierte Entgratungslösung für Seitenwände von Motor-Grundplatten aus Aluminiumlegierung

Die Seitenwände der Motorgrundplatte aus einer Aluminiumlegierung sind strukturelle Gussteile, die im unteren Rahmenbereich von Automobilmotoren und in Baugruppen im Zusammenhang mit dem Kurbelgehäuse zum Einsatz kommen. Ausgehend vom Musterwerkstück weist dieses Bauteil einen langen Seitenwandkörper, mehrere runde Öffnungen, erhabene Vorsprünge, seitliche Befestigungsbohrungen, vertiefte Aussparungen, lokale Fensterkanten und unregelmäßige Gusskonturen auf, wodurch das Entgraten nach dem Guss komplexer ist als bei einfachen Aluminiumteilen.

Diese robotergestützte Entgratungslösung ist für Gussteile der Seitenwände von Motorgrundplatten aus Aluminiumlegierungen mit typischen Abmessungen von etwa 350–600 mm Länge, je nach Motormodell, ausgelegt. Sie hilft dabei, Grate, Angüsse, Trennlinienrückstände und scharfe Kanten an Seitenwandkonturen, Lochöffnungen, Vorsprungskanten, lokalen Vertiefungen und Fensterkanten zu entfernen, verbessert gleichzeitig die Gleichmäßigkeit der Oberflächenqualität und reduziert den Arbeitsaufwand beim manuellen Entgraten.


Was ist eine Seitenwand einer Motorgrundplatte aus einer Aluminiumlegierung?​

Eine Seitenwand aus einer Aluminiumlegierung für die Motorgrundplatte ist ein gegossenes Strukturbauteil, das im Bereich des unteren Motorblocks, der Motorgrundplatte oder des Kurbelgehäuse-Auflagebereichs zum Einsatz kommt. Sie dient in der Regel als seitliche Abstützung, bietet Befestigungspunkte, bildet die Begrenzung von Hohlräumen und stellt Anschlussflächen für Motor- oder Antriebsstrangkomponenten bereit.

What Is an Aluminum Alloy Engine Bedplate Side Wall?​

Dem Beispielbild zufolge weist dieses Werkstück eine lange vertikale Seitenwand, mehrere kreisförmige Bohrungen, erhabene zylindrische Vorsprünge, kleine Befestigungsbohrungen, vertiefte Hohlräume, seitliche Öffnungen und unebene Außenkanten auf. Nach dem Gießen und dem Grobzuschnitt können Grate, Angüsse, Trennlinien oder scharfe Kanten an der Seitenkontur, an Lochrändern, an Übergängen zu Vorsprüngen, an Hohlraumöffnungen und an lokalen Fenstergrenzen zurückbleiben. Bei dieser Art von Werkstück besteht die wichtigste Anforderung an die Endbearbeitung eher im robotergestützten Entgraten, in der Kantenverrundung und in der lokalen Oberflächenreinigung als im dekorativen Polieren.

ArtikelEinzelheiten
Name des WerkstücksSeitenwand der Motorgrundplatte aus Aluminiumlegierung
Chinesischer NameSeitenwände der Motorunterbodenplatte aus Aluminiumlegierung
Typische GrößeCa. 350–600 × 150–300 × 80–180 mm, je nach Modell
MaterialAluminiumguss
HauptprozessRobotisches Entgraten
Unterstützte ProzesseKantenverrundung, lokales Schleifen, Entgraten, Oberflächenbearbeitung
Wichtige VerarbeitungsbereicheAußenkontur der Seitenwand, Kanten runder Löcher, Befestigungslöcher, Kanten von Vorsprüngen, Kanten vertiefter Hohlräume, lokale Fensteröffnungen, Trennlinienbereiche
SchutzgebieteBefestigungsflächen, Dichtungsflächen, Präzisionsbohrungen, bearbeitete Oberflächen, Passflächen
Fertigstellung des ZielsEntfernen Sie Grate, Angüsse, scharfe Kanten und Trennlinienrückstände, ohne dabei die Funktionsflächen zu beschädigen

Typische Herausforderungen bei der Oberflächenbearbeitung der Seitenwände von Motorgrundplatten aus Aluminiumlegierung

Die Seitenwand einer Motorgrundplatte aus einer Aluminiumlegierung lässt sich nur schwer bearbeiten, da sich ihre Grate auf zahlreiche zur Seite gerichtete Merkmale verteilen. Das Werkstück weist lange Kanten, gekrümmte Übergänge, Bohrungen an unterschiedlichen Stellen, erhabene Vorsprünge und vertiefte Taschenbereiche auf. Diese Merkmale erfordern unterschiedliche Werkzeugwinkel und lassen sich nicht effektiv mit nur einer manuellen Entgratungshaltung bearbeiten.

Das manuelle Entgraten ist insbesondere im Bereich von seitlichen Bohrungen, Vorsprungskanten und vertieften Hohlräumen ungenau. Die Bediener können kleine Grate an den Kanten von Aussparungen übersehen oder freiliegende Seitenwandbereiche zu stark bearbeiten. Da Aluminiumlegierungen relativ weich sind, kann übermäßiger Werkzeugdruck sichtbare Werkzeugspuren hinterlassen, zu viel Grundmaterial abtragen oder benachbarte Passflächen beeinträchtigen.

Gemeinsames ProblemSpezifischer BereichAuswirkungen
Gussgrate / TrennfugenLange Seitenwandkontur, Außenkanten, SeitenflanscheBeeinflusst die Konsistenz und das Erscheinungsbild der Kanten
Scharfe KantenRunde Öffnungen, Befestigungslöcher, lokale Fensterführt zu Risiken bei der Handhabung und Montage
RestgrateBoss-Begrenzungen, Kanten von Vertiefungen, Übergänge zu SeitentaschenFührt zu einer schwankenden Verarbeitungsqualität
Lokale Gate-RückständeAusschnitte oder Beschnittbereiche an der SeitenwandErfordert einen stärkeren lokalen Materialabtrag
Manuelle VariationWiederkehrende Löcher, Seitenkanten und HohlraumöffnungenDies führt zu uneinheitlichen Ergebnissen bei den verschiedenen Anwendern
Sensible FunktionsbereicheBefestigungsflächen, Präzisionsbohrungen, Dichtungs- oder PassflächenBeschädigungsgefahr beim manuellen Entgraten

Robotergestütztes Entgratungsverfahren für die Seitenwand einer Motorgrundplatte aus einer Aluminiumlegierung

Eine Roboter-Entgratungszelle für die Seitenwände von Motorgrundplatten aus Aluminiumlegierungen sollte unter Berücksichtigung des seitlichen Zugangs, der Stabilität der Spannvorrichtung, der Steuerung des Werkzeugwinkels und des Schutzes der Oberflächen konzipiert werden. Der Prozess muss Grate und scharfe Kanten an der Seitenwandkontur, an Bohrungen, Vorsprüngen und Hohlraumgrenzen entfernen, wobei Beschädigungen an Befestigungsflächen, Präzisionsbohrungen und bearbeiteten Schnittstellen vermieden werden müssen.

Robotic Deburring Process for Aluminum Alloy Engine Bedplate Side Wall

Bei Gussteilen für die Seitenwände von Motorgrundplatten mit typischen Abmessungen von etwa 350–600 mm Länge umfasst der Prozess in der Regel die Werkstückpositionierung, die Programmauswahl, die Überprüfung des Schutzbereichs, das Entgraten der Seitenkonturen, die Bearbeitung von Bohrungs- und Vorsprungkanten, die Endbearbeitung von Vertiefungen, die Prüfung und das Entladen. Je nach Art der Grate und den Zugangsbedingungen können flexible Entgratwerkzeuge, Anfaswerkzeuge und kleine Schleifköpfe ausgewählt werden.

SchrittProzessZweckWerkzeug/System
1Laden und PositionierenBefestigen Sie das Seitenwandteil, um einen sicheren Zugang zu gewährleistenDedizierte Halterung
2ProgrammauswahlOrdne das richtige Seitenwandmodell dem entsprechenden Roboterpfad zuHMI / Roboterprogramm
3Bestätigung des SchutzgebietsNo-Grind-Zonen und geschützte Schnittstellen definierenSpielplanlogik / Programmeinstellungen
4Entgraten der SeitenkonturEntfernen Sie Grate und scharfe Kanten aus dem SeitenprofilFlexibles Entgratungswerkzeug
5Bearbeitung von Bohrungs- und NabenkantenEntgraten von runden Löchern, Befestigungslöchern und erhabenen VorsprüngenAnfaswerkzeug / Entgratspindel
6Ausfachung von Aussparungen und FensterkantenbearbeitungTaschenkanten, lokale Öffnungen und innere Übergänge bearbeitenKleiner Schleifkopf / Nachgiebiges Werkzeug
7QualitätskontrolleGrate entfernen und geschützte Bereiche überprüfenManuelle oder visuelle Prüfung
8Entladung und ReinigungSpäne entfernen und das Werkstück weiterbefördernLuftblasen / Staubsaugen

Schritt 1: Laden und Positionieren

Die Seitenwand der Motorgrundplatte aus einer Aluminiumlegierung wird in eine spezielle Halterung eingelegt, die das Gussteil an stabilen, nicht kritischen Stellen stützt. Da das Bauteil eine lange Seitenwandform, eine ungleichmäßige Wandstärke und mehrere erhabene Vorsprünge aufweist, muss die Halterung Bewegungen und Vibrationen während des Entgratens verhindern.

Durch die stabile Positionierung kann der Roboter die Seitenkontur, Lochkanten, Vorsprungsgrenzen und Vertiefungen mit einer wiederholbaren Werkzeuglage erreichen. Außerdem trägt dies dazu bei, bearbeitete Befestigungsflächen und Präzisionsbohrungen vor unbeabsichtigtem Werkzeugkontakt zu schützen.

Schritt 2: Programmauswahl

Nachdem das Werkstück fixiert wurde, wählt der Bediener über die HMI das entsprechende Roboterprogramm aus. Dies ist wichtig, wenn dieselbe Roboterzelle ähnliche Seitenwandmodelle mit unterschiedlichen Lochanordnungen, Nabenpositionen oder Hohlraumstrukturen bearbeitet.

Das ausgewählte Programm steuert die Bearbeitungsreihenfolge, den Werkzeugwinkel, die Anpresskraft, die Vorschubgeschwindigkeit und die sichere Anfahrbahn. Gespeicherte Programme tragen dazu bei, eine gleichbleibende Entgratungsqualität über wiederholte Chargen hinweg zu gewährleisten und die Abhängigkeit von der Erfahrung einzelner Bediener zu verringern.

Schritt 3: Bestätigung des geschützten Bereichs

Vor Beginn des Entgratvorgangs überprüft das System die geschützten Bereiche des Werkstücks. Bei einer Seitenwand einer Motorgrundplatte umfassen diese geschützten Bereiche in der Regel Befestigungsflächen, Dichtungsflächen, Präzisionsbohrungen, bearbeitete Vorsprünge und Passflächen.

Dieser Schritt ist wichtig, da Kanten, an denen leicht Grate entstehen, oft sehr nahe an funktionalen Oberflächen liegen. Der Roboter sollte Grate an den Rändern von Bohrungen und Aussparungen entfernen und dabei das Werkzeug von Oberflächen fernhalten, die die Montagegenauigkeit oder die Dichtungsleistung beeinträchtigen.

Schritt 4: Entgraten der Seitenkontur

Der Roboter bearbeitet die Kontur der Längswand, an der häufig Grate, Trennlinienrückstände und scharfe Kanten zu finden sind. Zu diesen Bereichen können gerade Außenkanten, gekrümmte Übergänge, Seitenflansche und kleine lokale Vorsprünge gehören.

Für diesen Schritt eignet sich ein flexibles Entgratungswerkzeug, da es sich geringfügigen Abweichungen im Guss anpasst und dabei einen kontrollierten Anpressdruck aufrechterhält. Die Roboterbahn sollte dem tatsächlichen Seitenprofil folgen und hervorstehende Grate entfernen, ohne das Aluminium-Grundmaterial zu tief zu bearbeiten.

Schritt 5: Bearbeitung der Loch- und Vorsprungskanten

Das Muster des Seitenwandgussteils weist mehrere kreisförmige Löcher, kleine Befestigungslöcher und erhabene Vorsprünge auf. Grate an diesen Stellen können die Montagevorbereitung, das Einsetzen der Schrauben oder nachfolgende Bearbeitungsvorgänge beeinträchtigen.

Zur Bearbeitung der Lochkanten kann ein Anfaswerkzeug, eine Entgratspindel oder ein flexibles Schleifwerkzeug verwendet werden. Der Roboter nähert sich jedem Loch oder jeder Erhebung aus dem richtigen Winkel und bearbeitet die Kante mit reproduzierbarer Tiefe und Druck. Dadurch erfolgt das Entgraten der Löcher stabiler als bei der manuellen Bearbeitung mit Handwerkzeugen.

Schritt 6: Ausarbeitung der Aussparung und der Fensterkante

Vertiefte Taschen, lokale Öffnungen und Seitenfensterkanten sind schwieriger zu bearbeiten, da das Werkzeug in enge oder unebene Bereiche vordringen muss. Entlang der Taschenränder, innerer Übergänge und kleiner Hohlraumkanten können Grate zurückbleiben.

Für diese lokalen Merkmale kann ein kleiner Schleifkopf oder ein nachgiebiges Entgratungswerkzeug verwendet werden. Der Roboter kann die Hohlräume in den Seitenwänden in mehrere Bearbeitungszonen unterteilen und jede Kante mit kontrollierten Bewegungen nachbearbeiten. Dadurch wird die Gefahr von übersehenen Graten in versteckten oder vertieften Bereichen verringert.

Schritt 7: Prüfung der Qualität

Nach dem robotergestützten Entgraten prüfen die Bediener die Seitenkontur, Rundlöcher, Befestigungslöcher, Nabenkanten, Kanten von Vertiefungen und lokale Fensteröffnungen. Die Prüfung stellt sicher, dass Grate und scharfe Kanten entfernt wurden und dass geschützte Oberflächen unbeschädigt bleiben.

Quality inspection after robotic deburring of aluminum alloy engine bedplate side wall

Die Sichtprüfung kann je nach Produktionsanforderungen mit manuellen Tastkontrollen, Stichprobenmessungen oder kameragestützten Prüfungen kombiniert werden. Bei wiederholten Chargen können die Prüfergebnisse zudem zur Optimierung des Werkzeugverschleißausgleichs und zur lokalen Bahnanpassung genutzt werden.

Schritt 8: Entladen und Reinigen

Nach der Prüfung wird das Werkstück entladen und dem nächsten Arbeitsschritt zugeführt. Aluminiumspäne, Staub und Feinpartikel sollten von den Lochkanten, Taschenbereichen und seitlichen Hohlräumen entfernt werden.

Für das Entgraten von Aluminiumlegierungen wird eine geschlossene Roboterzelle mit Staubabsaugung empfohlen. Sie trägt dazu bei, Späne und Partikel unter Kontrolle zu halten, sorgt für einen saubereren Arbeitsbereich und verringert die direkte Belastung des Bedieners durch wiederholte manuelle Entgratungsarbeiten.


Bearbeitungsschwierigkeiten und Lösungen

HerausforderungUrsacheRobotische Lösung
Lange Grate an den SeitenwändenDie Seitenkontur erzeugt lange Anguss- und TrennlinienbereicheProgrammierte Entgratbahn entlang der Seitenkontur
Kantenfräser mit mehreren BohrungenRunde Löcher und Befestigungslöcher behalten ihre scharfen Kanten beiRoutine zum Anfasen oder zum flexiblen Entgraten
Boss-KantengrateErhabene Noppen erzeugen Rund- und EckübergängeLokaler Entgratungspfad des Roboters um jeden Vorsprung herum
Versenkte TaschenfräserSeitliche Hohlräume und Vertiefungen sind manuell schwer zugänglichZugang für kleine Werkzeuge mit unterteilten lokalen Endbearbeitungszonen
Funktionaler OberflächenschutzBefestigungs-, Dichtungs- und Präzisionsbereiche dürfen nicht beschädigt werdenGeschützte Bereiche, die von den Roboterwegen ausgeschlossen sind
Empfindlichkeit gegenüber AluminiumAluminiumlegierungen können durch übermäßigen Werkzeugdruck beschädigt werdenKontrollierte Anpresskraft und geeignete Werkzeugauswahl

Schwierigkeit 1: Lange Seitenwandkontur und Rückstände an der Trennfuge

Die Seitenwand der Motorgrundplatte weist ein langes Außenprofil mit geraden Kanten, abgerundeten Ecken und punktuellen Vorsprüngen auf. Nach dem Gießen und Entgraten können entlang der Seitenkontur durchgehend Grate und Trennlinienrückstände auftreten.

Die Lösung besteht darin, eine programmierte Entgratbahn entlang der Seitenkontur zu verwenden. Dadurch kann der Roboter dem Seitenwandprofil mit stabilem Werkzeugkontakt folgen und Grate gleichmäßiger entfernen als bei der manuellen Bearbeitung.

Problem 2: Wiederkehrende Grate an Bohrlöchern und Befestigungskanten

Das Werkstück weist mehrere runde Öffnungen und Befestigungslöcher auf, die entlang der Seitenwand verteilt sind. Grate um diese Löcher herum können die Montagevorbereitung beeinträchtigen und lassen sich von Hand nur schwer gleichmäßig entfernen.

Die Lösung besteht darin, für jede Bohrung eine Anfas- oder flexible Entgratungsroutine zu verwenden. Der Roboter wiederholt denselben Werkzeugwinkel, denselben Einfahrweg und dieselbe Kantenberührungsbedingung, was die Konsistenz über alle Bohrungspositionen hinweg verbessert.

Schwierigkeitsgrad 3: Erhöhte Bosse und kreisförmige Kantenübergänge

Erhöhte Erhebungen bilden kreisförmige Begrenzungen und kleine Übergangsbereiche, in denen nach dem Gießen Grate zurückbleiben können. Das manuelle Entgraten im Bereich dieser Strukturen kann zu ungleichmäßigen Kantenverrundungen oder Werkzeugspuren führen.

Die Lösung besteht darin, lokale Roboterbahnen um jeden Vorsprung herum zu erstellen. Der Roboter kann die Kante des Vorsprungs mit kontrolliertem Druck bearbeiten und so Grate entfernen, während die ursprüngliche Geometrie des Vorsprungs erhalten bleibt.

Schwierigkeitsgrad 4: Zugänglichkeit von vertieften Hohlräumen und Taschen

Der Seitenwandguss weist vertiefte Aussparungen und lokale Hohlraumkanten auf, die mit herkömmlichen Handwerkzeugen nur schwer zu erreichen sind. Grate in diesen Bereichen werden oft übersehen oder nur uneinheitlich bearbeitet.

Die Lösung besteht darin, für die lokale Endbearbeitung einen kleinen Schleifkopf oder ein nachgiebiges Entgratungswerkzeug zu verwenden. Der Roboter unterteilt die Taschenbereiche in einzelne Zonen und entfernt mithilfe einer kontrollierten Werkzeugausrichtung Grate an den Kanten der Hohlräume und an den inneren Übergängen.

Schwierigkeit 5: Schutz der Befestigungs- und Bearbeitungsflächen

Die Seitenwände der Motorgrundplatte weisen Befestigungsflächen, Präzisionsbohrungen, Dichtflächen und bearbeitete Passflächen auf. Diese Oberflächen dürfen beim Entgraten nicht zerkratzt oder übermäßig geschliffen werden.

Die Lösung besteht darin, im Roboterprogramm und im Referenzsystem der Vorrichtung Schutzzonen zu definieren. Der Roboter entfernt Grate an benachbarten Kanten und hält dabei das Entgratungswerkzeug von Funktionsflächen fern, die die Montagegenauigkeit beeinflussen.


Anwendungsbeispiel aus der Fertigung

Kundenhintergrund

Ein Hersteller von Aluminiumgussteilen für die Automobilindustrie produziert Seitenwandkomponenten für Motoruntergestelle und Kurbelgehäuse-Baugruppen. Vor der Automatisierung entfernten die Bediener manuell Grate, Angüsse und scharfe Kanten an Seitenkonturen, runden Bohrungen, Befestigungslöchern, Nabenkanten und Vertiefungen.

Mit steigendem Produktionsvolumen wurde es immer schwieriger, das manuelle Entgraten zu standardisieren. Einige lange Seitenwandkanten wurden zu stark bearbeitet, während Grate an vertieften Aussparungen und kleinen Löchern manchmal übersehen wurden. Der Kunde wollte die Gleichmäßigkeit des Entgratens verbessern, den manuellen Arbeitsaufwand reduzieren und einen saubereren Endbearbeitungsprozess schaffen.

Technische Herausforderungen

Das Werkstück wies einen langgestreckten Körper mit mehreren kreisförmigen Bohrungen, erhabenen Vorsprüngen, lokalen Vertiefungen und unebenen Gusskonturen auf. Sowohl an den freiliegenden Seitenkanten als auch an den Rändern der vertieften Taschen traten Grate auf, was unterschiedliche Werkzeugwinkel und lokale Bearbeitungsstrategien erforderte.

Der Kunde musste zudem Funktionsbereiche wie Montageflächen, Präzisionsbohrungen und bearbeitete Schnittstellen schützen. Der Roboterprozess musste Grate entfernen, ohne dabei Oberflächen zu beschädigen, die für die Montage, Abdichtung oder Positionierung verwendet werden.

Lösung

Die vorgeschlagene Lösung umfasste einen sechsachsigen Industrieroboter, eine spezielle Haltevorrichtung für Seitenwände sowie eine Kombination aus Entgratwerkzeugen. Für lange Seitenkonturen kam ein flexibles Entgratwerkzeug zum Einsatz, für Lochkanten ein Anfaswerkzeug oder eine Entgratspindel und für vertiefte Aussparungen und Übergänge zwischen Vorsprüngen ein kleiner Schleifkopf.

Die Schutzbereiche wurden im Roboterprogramm als „No-Grind-Zonen“ definiert. Die Spannvorrichtung fixierte das Werkstück sicher und ermöglichte dem Roboter den Zugang zu seitlichen Merkmalen aus den erforderlichen Winkeln. Die Arbeitsstation wurde als geschlossene Zelle mit Staub- und Späneabsaugung für das Entgraten von Aluminiumlegierungen konzipiert.

ArtikelKonfiguration
WerkstückSeitenwand der Motorgrundplatte aus Aluminiumlegierung
Chinesischer NameSeitenwände der Motorunterbodenplatte aus Aluminiumlegierung
Typische GrößeCa. 350–600 × 150–300 × 80–180 mm, je nach Modell
HauptprozessRobotisches Entgraten
Unterstützter ProzessKantenverrundung, lokales Schleifen, Entgraten, Oberflächenbearbeitung
RoboterSechsachsiger Industrieroboter
WerkzeugbauFlexibles Entgratwerkzeug, Anfaswerkzeug, Entgratspindel, kleiner Schleifkopf
HalterungSpezielle Haltevorrichtung für die Seitenwände der Motor-Grundplatte
SchutzstrategieGeschützte Montageflächen, Präzisionsbohrungen, Dichtflächen und bearbeitete Schnittstellen
StaubkontrolleGeschlossene Zelle mit Aluminiumspänen- und Staubabsaugung

Ergebnisse der Umsetzung

Die Roboterzelle übernahm die sich wiederholenden Entgratungsarbeiten an der Längskontur, an runden Bohrungen, Befestigungslöchern, Nabenkanten, lokalen Vertiefungen und Fensteröffnungen. Die Bediener kümmerten sich hauptsächlich um das Be- und Entladen, die Prüfung und die Werkzeugwartung, wodurch der direkte manuelle Entgratungsaufwand reduziert und die Stabilität bei wiederholten Chargen erhöht wurde.

Die geschlossene Kabine verbesserte zudem die Span- und Staubkontrolle bei der Endbearbeitung von Aluminiumgussteilen. Anstelle einer offenen, manuellen Entgratung rund um das Werkstück wurden Aluminiumspäne und -partikel innerhalb der Arbeitsstation aufgefangen, was zu einem saubereren und besser kontrollierten Endbearbeitungsbereich beitrug.

Ergebnis BereichVerbesserung
Qualität der SeitenkonturGleichmäßigere Reinigung entlang der langen Seitenwandkanten
Entgraten von LochkantenGleichmäßigere Formgebung um runde Löcher und Befestigungslöcher herum
Boss Edge-BehandlungWiederholbare Entgrätung an den Rändern von erhabenen Vorsprüngen
Kantenbearbeitung an den TaschenWeniger übersehene Grate in vertieften Hohlräumen und lokalen Öffnungen
Beseitigung von TrennlinienSpezielle Pfade für Bereiche mit wiederholten Blitzstellen und Trennlinien
OberflächenschutzGeringeres Risiko von Beschädigungen an Befestigungs-, Dichtungs- und Präzisionsflächen
ArbeitsreduzierungReduzierung des Arbeitsaufwands für wiederholte manuelle Entgratungsarbeiten
Stabilität der ProduktionGespeicherte Programme für wiederholte Seitenwandguss-Chargen
Workshop-UmgebungSaubererer Endbearbeitungsbereich mit geschlossener Staubabsaugung aus Aluminium

Kunden-Feedback

Der Kunde berichtete, dass die Roboter-Entgratungszelle die wiederholte Endbearbeitung der Seitenwände der Motorgrundplatte stabiler machte und den manuellen Aufwand für die Nachbearbeitung der Seitenkonturen, das Entgraten der Lochkanten und die Endbearbeitung der Taschenkanten reduzierte. Die Bediener konnten sich nun stärker auf die Teilehandhabung, die Prüfung und die Werkzeugüberwachung konzentrieren, anstatt ständig manuell entgraten zu müssen.


Erforderliche Informationen für ein Angebot zum robotergestützten Schleifen

Um Ihnen eine geeignete Roboter-Entgratungszelle für die Seitenwand Ihrer Motorgrundplatte aus Aluminiumlegierung empfehlen zu können, benötigen wir in der Regel die Bauteilzeichnung, die Werkstoffsorte, das Gussgewicht, Fotos von Graten, Angussresten, Trennlinien oder Angussresten, die zu entgratenden Bereiche, die zu schützenden Oberflächen, die derzeitige Zykluszeit beim manuellen Entgraten sowie das jährliche Produktionsvolumen.

Anhand dieser Angaben kann unser Ingenieurteam die Konstruktion der Spannvorrichtungen, die Reichweite des Roboters, die Werkzeugauswahl, die Anordnung der Staubabsaugung sowie die Durchführbarkeit des Prozesses bewerten. Bei Strukturgussteilen aus Aluminiumlegierungen für Motoren ist es besonders wichtig zu ermitteln, in welchen Bereichen Grate entfernt werden müssen und welche Befestigungs-, Dichtungs- oder Präzisionsschnittstellen während des robotergestützten Entgratens geschützt werden müssen.


FAQ

Frage 1: Handelt es sich bei diesem Werkstück um eine Seitenwand der Motorgrundplatte?​

Ja. Anhand der Struktur des Musters lässt sich dieses Werkstück als Seitenwand einer Motorgrundplatte aus einer Aluminiumlegierung beschreiben. Es weist typische Merkmale auf, wie beispielsweise einen langen Seitenwandkörper, mehrere runde Öffnungen, erhabene Vorsprünge, lokale Vertiefungen und unregelmäßige Gusskonturen.

Frage 2: Warum eignet sich das robotergestützte Entgraten für dieses Werkstück?​

Das Entgraten mit Robotern eignet sich besonders gut, da das Werkstück viele sich wiederholende Seitenkanten, Bohrungsöffnungen, Vorsprungsränder und Vertiefungen aufweist. Ein Roboter kann programmierte Bahnen mit stabiler Werkzeughaltung und gleichbleibendem Anpressdruck abfahren, wodurch im Vergleich zum manuellen Entgraten eine höhere Konsistenz erzielt wird.

Frage 3: Welche Bereiche an der Seitenwand einer Motorgrundplatte kann der Roboter bearbeiten?​

Der Roboter kann die Längskontur, runde Bohrungen, Befestigungsbohrungen, Nabenkanten, Kanten von Vertiefungen, lokale Fensteröffnungen, Angussbereiche und Trennlinienpositionen bearbeiten. Die genauen Bearbeitungsbereiche sollten anhand der Zeichnung und der tatsächlichen Gratverteilung bestätigt werden.

Frage 4: Muss diese Seitenwand aus Aluminiumlegierung poliert werden?​

In den meisten Fällen ist bei diesem Bauteil kein dekoratives Polieren erforderlich. Die wichtigsten Anforderungen sind das Entgraten, das Abrunden der Kanten, das Entfernen von Grat und die punktuelle Reinigung der Oberfläche. Ziel ist es, Grate und scharfe Kanten zu entfernen und gleichzeitig die funktionalen Oberflächen zu schonen.

Frage 5: Wie werden geschützte Oberflächen beim Entgraten kontrolliert?​

Geschützte Oberflächen werden durch die Positionierung der Spannvorrichtung, die Roboterbahnplanung und im Programm festgelegte Schleifverbotszonen kontrolliert. Montageflächen, Dichtflächen, Präzisionsbohrungen und bearbeitete Schnittstellen werden aus den Werkzeugkontaktbereichen ausgeschlossen, um das Beschädigungsrisiko zu verringern.

Frage 6: Kann eine Roboterzelle ähnliche Seitenwandmodelle verarbeiten?​

Ja. Eine Roboterzelle kann oft ähnliche Modelle von Seitenwänden für Motor-Grundplatten aus Aluminiumlegierungen bearbeiten, sofern die Halterung, die Reichweite des Roboters und das Werkzeugsystem für Modellvarianten ausgelegt sind. Für verschiedene Teilenummern können unterschiedliche Roboterprogramme gespeichert werden.


Schlussfolgerung

Die Seitenwände der Motorgrundplatte aus einer Aluminiumlegierung weisen lange Seitenkonturen, zahlreiche Bohrungen, erhabene Vorsprünge, vertiefte Aussparungen und unregelmäßige Gussübergänge auf, was eine Standardisierung der manuellen Entgrätung erschwert. Eine robotergestützte Entgratungslösung hilft Herstellern dabei, Grate, Angüsse, scharfe Kanten und Trennlinienrückstände zu entfernen, während gleichzeitig die Gleichmäßigkeit der Oberflächenbeschaffenheit verbessert und wichtige Funktionsbereiche geschützt werden.

Falls bei der Fertigung der Seitenwände Ihrer Motorgrundplatten nach wie vor manuelles Entgraten der Seitenkonturen, das Nachbearbeiten der Lochkanten oder das Schlichten der Taschenkanten erforderlich ist, Kontakt für eine maßgeschneiderte Roboterlösung. Sie können auch unsere Automobil & EV Anwendungen und Ausrüstung um mehr über unsere robotergestützten Endbearbeitungssysteme zu erfahren.

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